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Filmwelt

Die lange Wartezeit auf James Bond: Wer wird der nächste 007?

Die nächste James-Bond-Verfilmung lässt auf sich warten. Drei potenzielle Nachfolger stehen zur Diskussion, doch ein Drehbuch gibt es noch nicht.

Jakob Richter14. Juni 20262 Min. Lesezeit

Eine kalte Brise weht durch die Straßen Londons, während sich die ersten Blätter des Herbstes auf dem Asphalt sammeln. In einem kleinen, schummrigen Café an der Ecke sitzt eine Gruppe von Filmfans, deren angeregte Diskussionen die Stille des Morgens durchbrechen. Sie sprechen über den neuesten Stand der James-Bond-Reihe, die ehemalige Ikone des britischen Kinos, die nun in einem tiefen Schlummer zu verweilen scheint. Die Tassen mit dampfendem Kaffee werden ungeduldig zur Seite geschoben, als jemand das Wort „2028“ in den Raum wirft – das vermeintliche Jahr, in dem der nächste Agent 007 das Licht der Leinwand erblicken könnte. Ein Seufzer der Enttäuschung geht durch die Gruppe.

Es ist eine merkwürdige Zeit für die Bond-Reihe. Die angebliche Pause von mehr als fünf Jahren macht die jüngsten Ereignisse um die Filmreihe noch seltsamer. Der letzte Film, „Keine Zeit zu sterben“, wurde 2021 veröffentlicht und nun steht die Frage im Raum: Wo bleibt der nächste Schritt für das Franchise? Die Fans sind ungeduldig, während die Macher sich anscheinend in einem kreativen Stillstand befinden. In der Hoffnung auf einen neuen Bond thematisiert die Diskussion die angesprochenen Namensvorschläge – Regé-Jean Page, Aaron Taylor-Johnson und Idris Elba – allesamt talentierte Schauspieler, die das Erbe des britischen Geheimagenten annehmen könnten.

Was bedeutet das für die Zukunft von Bond?

Die lange Wartezeit auf den nächsten James-Bond-Film erweckt verschiedene Zweifel über die Richtung, die das Franchise in Zukunft einschlagen könnte. Während frühere Fortsetzungen oft nahtlos aufeinanderfolgen, stellt sich die Frage: Ist die Bond-Marke in Gefahr, ihre Relevanz zu verlieren? Haben sich die Geschmäcker der Zuschauer so weit verschoben, dass die nostalgische Anziehungskraft von 007 nicht mehr ausreicht? Immerhin sind die letzten Filme in einem Zeitalter des Wandels entstanden, in dem Diversität und neue Erzählerstimmen immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Und doch bleibt das Franchise ein kulturelles Phänomen, dessen Zuschauerbasis nicht zu unterschätzen ist. Die Dreifaltigkeit der aussichtsreichsten Schauspieler reflektiert die vielschichtigen Erwartungen der Fans. Ist die Wahl eines neuen Schauspielers nicht nur eine Frage des schauspielerischen Könnens, sondern auch des gesellschaftlichen Wandels? Der Druck, etwas Frisches zu bieten und gleichzeitig das Erbe der Vorgänger zu wahren, ist enorm. Und dann ist da noch das ungelöste Rätsel des Drehbuchs, das die Wogen der Vorfreude drastisch glätten könnte.

Umso mehr bringen diese Überlegungen die leidenschaftlichen Fans zurück zu jenem kleinen Café in London, wo die Diskussionen ebbten und flossen, aber das Verlangen nach dem nächsten Kapitel in der Geschichte von James Bond unverändert blieb. Trinken die Menschen ihren Kaffee und sprechen sie weiter über die Möglichkeiten, die vor ihnen liegen? Unweigerlich wird die Frage lauter: Was wartet auf uns, wenn der nächste 007 schließlich die Leinwand betritt?

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